Über

So, es wird langsam mal Zeit, dass ich diese Seite aktualisiere. Hier also ein paar Infos über mich:

In Kürze: Wer bin ich?

Ich heiße Annika, bin Jahrgang ’90, wohne in Stuttgart und bin natürlich auch Suchende, mittlerweile aber auch schon glückliche Findende.

Warum blogge ich über die Themen Studium/Ausbildung/Beruf?

Weil ich damals selbst nach Blogs und Büchern gesucht habe und fast nix gefunden habe, was mir wirklich gut gefiel. Es gibt viele Infos über Studiengänge und Berufe, aber es bringt uns niemand bei, wie wir rausfinden, was wir eigentlich wollen.

Ich habe mich dann selbst auf die Suche gemacht, ab und zu mal ein gutes Buch oder eine Internetseite entdeckt und genutzt, Praktika und Ehrenämter gemacht und mir so meinen Weg gebahnt. Und dann habe ich 3 Jahre in einer Art Berufsberatung für Flüchtlinge und Migranten*innen gearbeitet.

So habe ich Wissen und Erfahrungen gesammelt. Und die möchte ich jetzt gerne weitergeben. Sharing is caring und so.

Was habe ich studiert?

Nach der Schule ein Semester Literaturwissenschaft, weil ich eine Carpe Diem Professorin werden wollte, wie Robin Williams in Club der toten Dichter. Das Studium war mir aber zu trocken und ich hatte mir Universitäten irgendwie großartiger vorgestellt. Deshalb verwarf ich den Wunsch und schmiss mein Studium.

Dann wollte ich Psychotherapeutin werden, wie Robin Williams in Good Will Hunting. Ja, Du erkennst das System. Der Weg über die Psychologie war mir zu teuer, in Medizin wurde ich nicht genommen, also begann ich mit Erziehungswissenschaft. Damit kann man ja Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeutin werden. Den Berufswunsch verwarf ich später wieder, aber das Studium beendete ich.

Aktuell studiere ich berufsbegleitend Gesundheits- und Sozialmanagement.

Was mache ich jetzt?

Wie schon erwähnt: Mein Einstiegsberuf war Berufsberaterin.

Mein jetziger Job heißt: Koordinatorin der Jugendmigrationsdienste. Ich leite jetzt ein Team mit 15 Mitarbeiter*innen und verschiedenen Projekten für junge Migranten*innen und Flüchtlinge. Zu den Projekten gehören Beratung, ein Jugendwohnheim, Unterstützung in der Schule und beim Deutschlernen, Bewerbungshilfe und Weiteres.

Meine Aufgaben sind: Beraten, Projekte (weiter-)entwickeln (was läuft gut? was noch nicht? was müssen wir ändern? was brauchen wir noch? wie soll es weitergehen? etc.), die Finanzen der Projekte verwalten, Öffentlichkeitsarbeit machen, Ansprechpartnerin für meine Mitarbeiter*innen sein für alle Fragen und Anliegen, aber auch Sorgen und Nöte, netzwerken, Veranstaltungen organisieren und noch einiges mehr.

Ich habe also einen kunterbunten, abwechslungsreichen, spannenden Job, der mir sehr viel Spaß macht.

Wie habe ich diesen Beruf (Sozialmanagerin) gefunden, der mir so gut gefällt?

  1. Ich habe mein erstes Studium abgebrochen, als ich gesehen habe, dass es mir keinen Spaß macht.
  2. Ich habe ein Praktikum gemacht (Klinik für Essstörungen) und dadurch gemerkt, wohin ich will („was mit Menschen“/“was mit Psychologie“)
  3. Ich habe als zweites Studium ein Fach mit vielfältigen Perspektiven gewählt (Erziehungswissenschaft).
  4. Ich habe mir ein Ehrenamt gesucht (offene Kinder- und Jugendarbeit), anwendungsbezogene Fächer gewählt (z. B. Felder der Jugendhilfe), in den Semesterferien ein Praktikum gemacht (Kinderhort in Namibia). Diese Praxiserfahrungen habe ich dann kritisch ausgewertet.
    Ergebnis: Ich mag die Arbeit mit Jugendlichen, aber ich brauche auch Theorie und konzeptionelle Arbeit, sonst langweile ich mich.
  5. Ich habe zwei Praktika gemacht, um mein Ergebnis nochmal zu prüfen, d. h. konzeptionelle Arbeit (Nr. 1: ein deutscher Verein für Pazifismus, Nr. 2: eine sozialpädagogische NGO in Indien).
    Ergebnis: Es macht mir superviel Spaß. Ich will einen Job mit konzeptionellen Aufgaben und perspektivisch noch Sozialmanagement studieren.
  6. Ich suchte deutschlandweit nach Jobs und habe mich für den Interessantesten entschieden (die Beratungsstelle in Stuttgart), obwohl ich eigentlich gar keinen Bezug zu der Stadt oder der Region hatte.
  7. Ich habe einen berufsbegleitenden Master begonnen und in der Arbeit konzeptionelle Aufgaben übernommen (Jahresbericht schreiben, landesweite Statistik erstellen, Finanzen verwalten etc.). Dadurch konnte ich machen, was mir Spaß macht und ich konnte meinem Arbeitgeber zeigen, dass ich sowas gut kann und in Zukunft gerne mehr machen möchte.
  8. Mir wurde tatsächlich eine Beförderung angeboten und ich habe angenommen.

Der ganze Prozess war begleitet von vielen Zweifeln, Unsicherheiten und intensiver Auseinandersetzung mit mir selbst. Was sich jetzt so smooth liest und nach einem tollen roten Faden klingt, hat sich unterwegs oft holprig und schwierig angefühlt.

Von meinen Ängsten, Zweifeln und Schwierigkeiten schreibe ich hier. Genauso von meinen Erfolgen und Glücksmomenten. Und davon, wie ich aus der Erfahrung gelernt habe.

Und Du, lieber Suchender, kannst mir natürlich auch sehr gerne schreiben! Entweder per Kommentar oder an dasgrossewofuer@posteo.de

Liebe Grüße und viel Spaß beim Lesen,

Annika

 

 

2 Kommentare

  1. Donika · November 16

    Liebe Annika

    Danke für deinen tollen Blog!
    Ich bin bei einer meiner wiederkehrenden relativ verzweifelten Suchen nach der Lösung meiner Entscheidungsschwierigkeit bei der Ausbildungswahl im Internet auf deine Seite gestossen und hängengeblieben. Sie gefällt mir gut und passst sehr zu meiner Situation. Du schreibst sehr interessante Dinge und Fragen.
    Und du erinnerst mich ein wenig an mich. Mit deinen 27 Jahren und deinen Anfangsbausteinen von „etwas mit Kindern“ und „etwas mit Sprachen“.
    ich bin jetzt 27 Jahre alt und immer noch daran, zu versuchen, diese vagen Angfangsbausteine zu erweitern.. Ich finde es allerdings ziemlich schwierig. Ich würde am liebsten zu dir in eine Berufsberatung kommen:) Wäre das irgendwie möglich?

    Liebe Grüsse,
    Donika (aus Zürich)

    Gefällt 1 Person

    • Annika · November 17

      Hey Donika. Es freut mich sehr, dass dir mein Blog gefäll :) Schreib mir doch eine E-Mail, dann können wir mehr quatschen und schauen, ob wir zusammen Ideen finden ;) Voilà: dasgrossewofuer@posteo.de

      Gefällt mir

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