10 Berufe mit Reisen

Hola Suchender,

lockt dich auch die große weite Welt da draußen und ein Auslandsjahr nach dem Abitur ist dir einfach nicht genug? Dann findest du hier ein paar Berufe, mit denen du jede Menge rumkommen kannst:

Kleine Info: Es geht hier nicht um Jobs, die man schnell finden kann. Wer also gerade im Ausland ist oder losziehen will und dringend eine kurzfristige Einnahmensquelle sucht, wird hier wahrscheinlich nicht fündig. Wenn du aber eine Ausbildung oder ein Studium machen willst, um in Zukunft dauerhaft beruflich durch die Welt zu tingeln, dann bist du hier genau richtig ;)

1. Wirtschaftsberufe

Die Globalisierung macht es möglich: Es gibt zahlreiche internationale Konzerne, die Arbeitsplätze in Deutschland, den USA und Indien anbieten. Wenn du erstmal am deutschen Standort angefangen hast, kannst du dich später versetzen lassen. Oder du bewirbst dich direkt im Ausland.

Klassische Bereiche in der Wirtschaft, die dich ins Ausland führen können, sind z. B. im Vertrieb (Sales Manager*in), im Projektmanagement oder Unternehmensberatung. Auch im Personalmanagement kannst du an ausländischen Standorten arbeiten und Mitarbeitern dabei helfen, in der neuen Umgebung anzukommen und mit den bunt gemixten Teams aus dem Ausland zusammenzuarbeiten.

International ausgerichtete Wirtschaftsstudiengänge wie International Business machen hier Sinn. Du kannst auch eine kaufmännische Ausbildung machen. Sei dir aber bewusst, dass in diesem Bereich die Konkurrenz groß ist und es nicht immer einfach ist, Jobs zu finden. Fließende Englischkenntnisse sind ein Muss, das gilt auch für die folgenden Berufe.

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 2. Ingenieur*innen

Wo wir bei großen internationalen Konzernen sind: Viele von ihnen sind technologische Unternehmen, z. B. aus der Automobilbranche, dem IT-Bereich, der Pharmaindustrie etc. Deshalb werden nicht nur in Deutschland, sondern weltweit händeringend Ingenieure*innen gesucht. In den verschiedensten Fachrichtungen. Vor allem Elektrotechnik, Maschinenbau, Informatik, Medizintechnik und Chemie/Pharma sind heiß begehrt. Du hast also richtig gute Chancen, einen Job im Ausland zu finden und damit gutes Geld zu verdienen.

Hier findest du mehr zu verschiedenen Ingenieurs-Fachbereichen.

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3. Ausbildungsberufe in Industrie und Handwerk

Ich habe schon mal erzählt von meinem ehemaligen Mitbewohner, der Elektroniker war und überall auf der Welt LED-Bildschirme für Public Viewing installiert hat.

Und mein Onkel hat ein Unternehmen, das Vitrinen baut (z. B. für Juwelliere). Dort arbeiten Tischler*innen, die in ganz Europa zum Einsatz kommen.

Und bei beruflichen Recherchen zu Ausbildungen in Deutschland habe ich gelesen, dass Mechatroniker*innen für Kältetechnik oft in ganz Europa zu tun haben.

Du hast auch hier einen sicheren Job mit guten Perspektiven auch fürs Ausland und einem ordentlichen Gehalt. Im Handwerk kannst du gut davon leben, in der Industrie sogar teilweise ein goldenes Näschen verdienen.

Da es irre viele verschiedene Ausbildungen in diesen Bereichen gibt, machst du dich am besten bei deiner örtlichen Handwerkskammer (HWK) oder Industrie- und Handelskammer (IHK) über Unternehmen schlau, die international arbeiten.

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Elektrizität braucht man überall

4. Reiseverkehr

Daran denken wohl die meisten als erstes, wenn sie über Berufe mit Reisen nachdenken. Du solltest aber vorher gut planen, was du machst. Studierst du einfach Tourismusmanagement, ist es sehr gut möglich, dass du in einem deutschen Reisebüro oder einem Hotel in Hamburg oder einer Tourismusbehörde in Rothenburg ob der Tauber landest.

Wenn du wirklich herumreisen willst, suche nach touristischen Berufen/Jobs, in denen du nicht an einem festen Ort arbeitest, sondern on the road bist. Dazu gehören Pilot*in, Steward*esse, Schiffsmechaniker*in und andere Berufsgruppen auf Schiffen, Lokführer*in und Schaffner*in im internationalen Zugverkehr und Reiseführer*in.

Zusätzlich gibt es auf Kreuzfahrtschiffen die unterschiedlichsten Jobs, von der Gastronomie, über das Eventmanagement, bis hin zur Kinderbetreuung. Da kann man auch gut eine Weile im Ausland arbeiten und später wieder zurück nach Deutschland kommen, wenn man möchte.

Die Ausbildung finden oft bei den jeweiligen Reisegesellschaften statt.

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5. Lehrer*in

Naja, mit klassischem Lehramt kommst du vielleicht nicht so leicht ins Ausland. Aber in bestimmten Bereichen gibt es im Ausland großen Bedarf an Lehrern.

Zum Beispiel für Deutschkurse. Überall auf der Welt gibt es Goetheinstitute und Leute, die verrückterweise unsere schwierige Sprache lernen wollen. Mit einem Studium in Deutsch als Fremdsprache (idealerweise kombiniert mit Pädagogik im Haupt- und Nebenfach) hat man die Möglichkeit, in vielen verschiedenen Ländern der Welt Deutschlehrer*in zu werden. Viele Leute träumen auch davon, Englischlehrer zu werden, aber da ist die Konkurrenz von Muttersprachlern einfach zu groß. Für eine kurze Zeit findet man vllt einen Job, aber dauerhaft sind die Perspektiven da sehr schwierig.

Außerdem kannst du Dinge unterrichten, die in bestimmten Regionen nachgefragt werden. Zum Beispiel Skifahren und Snowboarden in den Bergen, Surfen am Meer, Yoga in Entspannungsresorts, Töpfern und Bildhauern im Aktivurlaub etc. Hier kommt es darauf an, Bedarfe zu erkennen und dann das passende Angebot zu liefern. Wer von euch bloggt oder youtube macht, kennt das schon.

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6. Gesundheitsberufe

Gesundheitssorge ist auf der ganzen Welt ein wichtiges Thema. Und Ärzte*innen und Krankenpfleger*innen scheinen in jedem Land dringend gesucht zu sein. Deshalb hast du mit diesen Berufen sehr gute Chancen, später einen Job im Ausland zu finden.

Ich würde in Pflege zu einem dualen Studium statt Ausbildung raten, da dieser Beruf in vielen Ländern auf einem Studium beruht und die Aufgaben teilweise auf einem höheren Level als in Deutschland sind (die klassische Pflege wie Waschen, Kleiden und Essen bringen übernehmen in vielen Ländern die Angehörigen).

Bei anderen Gesundheitsberufen aufpassen. Nicht immer sind diese im Ausland bekannt (z. B. Notfallsanitäter*in) und manchmal sind die Aufgaben sehr anders (z. B. haben Gesundheitsmanager*innen ja immer mit unterschiedlichen Gesetzgebungen zu tun). Deshalb solltest du dich im Einzelfall informieren, bevor du eine Ausbildung oder ein Studium beginnst.

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7. Entwicklungszusammenarbeit

NGOs führen in zahlreichen Entwicklungsländern Projekte durch, die den Menschen und der Umwelt helfen sollen. Ein paar Beispiele: SOS-Kinderdörfer, Bau von Brunnen, Schulen und Krankenhäusern, Wiederaufforstung und Schutz des Regenwaldes, Traumatherapie für Vergewaltigungsopfer, Ärzte ohne Grenzen und so weiter.

Oft arbeitet man nur für eine begrenzte Dauer, ca. 1-3 Jahre in einem Projekt. Das macht die Jobsicherheit sehr schlecht, zumal die Konkurrenz riesig ist. Aber es ermöglicht dir eben auch, verschiedene Länder, Menschen und Projekte kennenzulernen.

Welche Berufe dir Jobchancen in diesem Bereich bieten, liest du hier.

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8. Journalist*in

Die Welt bereisen, tolle Fotos machen und spannende Geschichten erzählen – das ist der wahre Traum der meisten Weltenbummler. Eins vor weg: Leicht wird das nicht. Denn es gibt Tausende, die um diesen Traum kämpfen.

Du kannst für Zeitungen und Onlinemagazine schreiben, Radiointerviews geben oder fürs Fernsehen arbeiten. Ein klassisches Berufsbild in diesem Bereich ist Auslandskorrespondent*in. Aber du kannst auch spezialisierte Aufträge annehmen, z. B. Kriegsberichterstattung, Naturreportagen oder Wissenschaftsjournalismus.

Studier idealerweise nicht Journalismus, sondern ein Fach, das in die Richtung deiner Interessen geht, z. B. internationale Beziehungen oder Geografie und Biologie etc. Ich verlinke trotzdem einen Artikel zum Thema Geisteswissenschaften, denn auch die kommen für dich in Frage. Am Ende dieses Beitrags liest du, wie du deine Chancen auf Jobs verbessern kannst.

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9. Freelancer*in

Du kannst dich auch selbstständig machen und dann freiberuflich mal für diese Firma, mal für jene arbeiten. So kannst du als digitale*r Nomade*in leben. Das funktioniert am besten in ganz simplen Jobs oder in hochspezialisierten Berufen.

Also entweder du jobbst heute als Kellner in einer italienischen Strandbar und morgen in einem spanischen Café oder du bietest hochkomplexe Dienstleistungen, für die Firmen dringend externen Support brauchen. Am meisten gesucht werden Leute, die sich richtig gut mit IT und Software auskennen. Dann kannst du Unternehmen beraten oder ihnen maßgeschneiderte Software basteln und nebenbei die ganze Welt sehen.

Rein grundsätzlich brauchst du dafür keinen Abschluss, aber es macht schon Sinn, Informatik zu studieren.

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10. Auswärtiges Amt

Ob mittlerer oder höherer Dienst, mit diesem Job kannst du viel herum kommen. Im Schnitt wechselst du alle 4 Jahre deinen Dienstort. Du kannst zwar nicht selbst entscheiden, wo es hingeht, aber kannst zumindest Wünsche äußern. Auch mit Familie und Kindern wirst du bei der Entscheidung besonders behandelt. Gerade als ledige*r Berufsanfänger*in kannst du aber eben auch in Kriegsgebieten landen.

Im mittleren Dienst bist du für Verwaltungsaufgaben wie das Ausstellen von Pässen und Visa verantwortlich. Im höheren Dienst übernimmst du sehr verantwortliche Aufgaben in den internationalen Beziehungen, führst z. B. Verhandlungen durch oder gestaltest eine kulturelle Zusammenarbeit. Es ist ein weites Feld, deshalb empfehle ich dir, extern weiterzulesen.

Im mittleren Dienst kannst du nach dem Abi eine Ausbildung beim Auswärtigen Amt machen. Im höheren Dienst studierst du zuerst, am besten Jura oder Internationale Beziehungen, aber prinzipiell ist jedes Fach möglich. Danach kannst du dann eine Ausbildung beim AA machen. Achtung: Die Aufnahmeverfahren sind brutal schwer. Bist du aber erstmal dabei, hast du einen sicheren Beruf mit sehr gutem Gehalt.

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Zusammenfassung:

  1. Internationale Wirtschaft
  2. Ingenieurswesen
  3. Ausbildungsberufe in Handwerk und Industrie
  4. Reiseverkehr
  5. Lehrer*in
  6. Gesundheitsberufe
  7. Entwicklungszusammenarbeit
  8. Journalist*in
  9. Freelancer*in
  10. Auswärtiges Amt

(Alle Bilder: http://www.pixabay.de)

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