Traumberuf Psychotherapeut*in

Na, lieber Suchender, wie fühlen wir uns denn heute so?

Gut, weil wir uns auf ein Studium in unserem absoluten Lieblingsbereich „Psychologie“ freuen können? Oder schlecht, weil wir den NC niemals packen werden?

Weil Psychologie und insbesondere Psychotherapie der Traum von so vielen ist, gibt es heute einen Beitrag, der nur diesem Studium und Beruf gewidmet ist.

Was will ich über das Thema so alles erzählen?

  1. Wie wird man Psychologe*in/Psychotherapeut*in?
  2. Worum geht es im Beruf Psychotherapeut*in? Was ist der Unterschied zu Psychologe*in und Psychiater*in?
  3. Was ist gut an dem Beruf und was nicht so?
  4. Was kannst du sonst noch für Berufe mit dem Psychologiestudium machen?
  5. Was kannst du machen, wenn dein Abischnitt nicht gut genug ist?
  6. Wo kannst du ein Praktikum machen?
  7. Welche Alternativen zu diesem Studium und Beruf gibt es?
  8. Kleines Abschluss-Plädoyer

1. Wie wird man Psychologe*in/Psychotherapeut*in?

Zunächst studiert man Psychologie auf Master. Vom Gesetz her reicht teilweise schon der Bachelor, aber in der Realität wird so gut wie immer ein Master verlangt. Wer Psychotherapeut*in werden will, braucht genügend Stunden im Fach Klinische Psychologie (mind. 9 ETCS). Darauf solltest du achten, wenn du dir eine Uni raussuchst. Im Zweifel nachfragen. Auch bei spezialisierten Studiengängen wie „Reha-Psychologie“ oder „Lehr-, Lern- und Trainingspsychologie“ etc. solltest du vorher in der Studienberatung nachfragen, ob du damit zur Therapieausbildung zugelassen werden kannst. Meist ist das nur möglich, wenn man einen Master in klassischer Psychologie draufsetzt. Mit dem Erhalt eines Bachelors oder Masters kannst du bereits als Psychologe*in arbeiten.

Nach dem Studium suchst du dir einen Platz an einem Ausbildungsinstitut für Psychotherapie, wenn du Psychotherapeut*in werden willst. Es gibt die Ausbildung zum*zur Psychologischen Psychotherapeuten*in (Schwerpunkte z. B. Psychoanalyse, Tiefenpsychologie, Verhaltenstherapie etc.) und zum*zur Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten*in. Die Ausbildungen dauern 3 Jahre in Vollzeit bzw. 5 Jahre in Teilzeit und kosten im Schnitt zwischen 5.000 und 20.000 Euro, also jede Menge Geld. Während der Ausbildung hast du schon viele Praxisphasen in Krankenhäusern, in denen du Geld verdienen kannst, allerdings ist das Gehalt lächerlich im Verhältnis zu deinen Leistungen. Mit deiner Arbeit kannst du unter Umständen dennoch so viel verdienen, dass du die gesamten Ausbildungskosten wieder reinholst. Aber: Da bleiben ja die Lebenshaltungskosten, sprich Miete, Fahrtkosten, Essen, Kleidung und co. Wer da nicht dick Unterstützung von seinen Eltern bekommt, hat ein Problem und wird wohl versuchen müssen, die Ausbildung in Teilzeit zu machen und nebenbei viel zu jobben oder an einen Kredit zu kommen und sich hoch zu verschulden.

Die Ausbildung wird mit der Approbation abgeschlossen. Dann darf man als Psychotherapeut*in arbeiten, z. B. im Krankenhaus oder auch in einer eigenen Praxis. Wer sich selbstständig macht, sollte sich dann um eine Kassenzulassung bemühen, denn nur dann wird die Therapie von der Krankenkasse übernommen. Ohne die Zulassung kann man also nur reiche Selbstzahler behandeln und davon gibt es meist nicht viele. Es gibt allerdings nur wenige Zulassungen pro Region. Das heißt, die meisten Psychotherapeuten*innen warten nochmal jahrelang auf die Zulassung.

Also nochmal zum Mitschreiben: 5 Jahre Studium + 3 Jahre Ausbildung = 8 Jahre bis zum Beruf + x Jahre bis zu einer Selbstständigkeit, von der du wirklich gut leben kannst…und dabei große Geldnöte, wenn du nicht reich bist.

Hab ich dich abgeschreckt? Gut so! Dieser Weg wird sehr schwer und ist definitiv nicht für jeden möglich. Also überleg genau, ob du bereit und fähig bist, die finanziellen Hürden, die da auf dich zukommen werden, zu meistern.

x.jpg

Viel zu tun bis zum Abschluss

2. Worum geht es im Beruf Psychotherapeut*in?

Du behandelst psychisch kranke Menschen, von einer diffusen Unglücklichkeit bis hin zu schweren Erkrankungen wie Essstörungen, Depressionen oder Traumata. Besonders verbreitet sind 2 Therapieformen:

Gesprächstherapien: Dabei unterhältst du dich mit deinem Gegenüber, wie man das aus vielen Filmen kennt. Die Couch ist allerdings out, der Patient sitzt eher in einem gemütlichen Sessel neben dir. Du stellst viele Fragen und praktizierst aktives Zuhören, um mehr über ihn zu erfahren und mit ihm gemeinsam Problemlösestrategien zu erarbeiten. Du gibts ihm aber keine Ratschläge, sondern hilfst ihm, zu eigenen Ideen und Ziele zu finden.

Verhaltenstherapie: Du unterstützt einen Patienten ganz aktiv darin, etwas in seinem Leben anzugehen, das ihm Probleme bereitet oder Angst macht. Zum Beispiel eine Sozialphobikerin zu ermutigen und eventuell zu begleiten, sich wieder in die Bahn zu trauen und nach und nach längere Strecken zu fahren. Oder einen Zwangsgestörten dabei zu unterstützen, das Haus zu verlassen und dabei nur einmal den Herd zu kontrollieren.

Du arbeitest in Krankenhäusern, Kliniken oder einer eigenen Praxis, wenn du dir letztere leisten kannst. Gerade ohne Kassenzulassung ist es schwer, genug Patienten zu finden, um den Unterhalt zu bezahlen.

Neben den Therapien gibt es auch viel Dokumentationsarbeit, denn du legst für jeden Patienten eine eigene Akte an, die gepflegt wird. Außerdem nimmst du an Supervisionen und Teamgesprächen teil, um deine eigene Arbeit zu reflektieren.

Was ist ein Psychologe? Psychologen*innen haben keine Approbation und deshalb ist es meist nicht ihre Aufgabe, Krankheiten zu behandeln. Sie beraten eher oder arbeiten an der Schnittstelle von Menschen und Wirtschaft. Mehr dazu im nächsten Punkt.

Was ist ein Psychiater? Psychiater*innen haben Medizin studiert und eine Facharztausbildung in Psychiatrie gemacht. Sie können Medikamente verschreiben und arbeiten oft mit Menschen, deren Krankheiten organische Ursachen, z. B. im Gehirn haben wie etwa Schizophrenie, Depressionen oder Psychosomatische Schmerzen. Viele Psychiater*innen sind zusätzlich auch Psychotherapeut*innen und behandeln deshalb alle möglichen Patienten.

x.jpg

3. Was ist gut am Beruf Psychotherapeut*in und was nicht?

Das Gute an dem Beruf:

– Es ist eine sehr sinnvolle Tätigkeit, du kannst Menschen helfen

– Du hast viel mit Menschen zu tun

– Du hast spannende Themen

– Es ist intellektuell anspruchsvoll

– In einer eigenen Praxis sind die Arbeitsumstände recht angenehm

– Du wirst zwar nicht steinreich, aber dein Gehalt ist dennoch überdurchschnittlich (laut Internet im Schnitt 3.500-4.500 Euro brutto im Monat)

Das Schlechte an dem Beruf:

– Du kannst vielen Menschen auch einfach nicht helfen. Das kann frustrierend bis grausam sein, insbesondere wenn Patienten von dir Suizid begehen.

– Dein Job ist es, Menschen in ihrem eigenen Weg zu unterstützen, nicht deine Ratschläge zu geben. Da kannst du der beste Kummerkasten der Welt sein und deine Freunde mit Superratschlägen unterstützen… und trotzdem kann es sein, dass dir der Beruf als Psychotherapeut gar nicht liegt. Dass er dir schwer fällt und keine Freude macht.

– Du wirst wahrscheinlich vor allem Patienten aus der gehobenen Mittelschicht und Oberschicht haben, die mit ihren First-World-Problems zu dir kommen. Die brauchen die Therapie natürlich auch und werden von deiner Arbeit profitieren. Aber wenn du ein kleiner Idealist bist und am liebsten Menschen helfen willst, die ganz unten angekommen sind, wirst du vielleicht enttäuscht sein.

– Die Arbeit mit vielen Menschen ist oft auch sehr anstrengend, zumal du nicht alle deiner Patienten mögen wirst.

– Die Themen können auch überfordernd sein und an deine Substanz gehen. Trotz guter Ausbildung und regelmäßiger Supervision ist Psychotherapeut*in ein Beruf, der sehr schlauchen kann und einige in den Burnout führt.

– Bis du deine eigene Praxis finanzieren kannst, musst du die anstrengenden Arbeitsbedingungen eines Krankenhauses oder einer Klinik in Kauf nehmen.

– Du verdienst zwar gut, musst aber zu Beginn wahrscheinlich noch alte Kredite zurückbezahlen. Bis sich der Beruf finanziell lohnt, ist es ein weiter Weg.

x

4. Was kannst du sonst noch für Berufe mit dem Studium Psychologie machen?

Mit dem Bachelor wird es allgemein schwer. Mit dem Master stehen dir auch andere Bereiche offen. Zum Beispiel:

Wirtschaftspsychologie: Personalentwicklung, Recruiting, Marketing, Marktforschung, Unternehmensberatung, Produktentwicklung (Schwerpunkt: Benutzerfreundlichkeit/Interaktion von Menschen und Maschinen), betriebliches Gesundheitsmanagement etc.

Psychologische Beratung und Coaching: z. B. Familienberatung, Suchtberatung, LGBT-Beratung etc.

Wissenschaft und Forschung

Gutachter*in: z. B. vor Gericht oder im Unternehmen im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements

Mein Tipp: Denk nicht „och joah, damit kann man vieles machen, wird also schon passen“. Schau dir die Berufsfelder genauer an und überleg dir, ob dir diese Bereiche auch Spaß machen würden. Am besten machst du vorher ein Praktikum. Wenn dir diese Berufe nicht gefallen, kann es Sinn machen, über einen anderen Studiengang nachzudenken. Siehe mehr dazu im nächsten Punkt.

x.jpg

Psychologen*innen sind oft Businessleute

5. Was kannst du machen, wenn dein Abischnitt nicht gut genug ist? 7 Alternativen.

1: Wenn du psychotherapeutisch arbeiten willst, kannst du auch Therapeut*in für Kinder und Jugendliche werden. Dafür kannst du auch Erziehungswissenschaft oder Soziale Arbeit studieren. Die haben auch beide oft hohe NCs, aber a) meist etwas niedriger als Psychologie und b) gerade bei sozialer Arbeit kann man seinen Schnitt oft durch Praktika, Ehrenämter und weitere Erfahrungen aufbessern.

2: Außerdem kannst du auch Medizin studieren und dann ärztliche*r Psychotherapeut*in oder Psychiater*in werden. Der NC für Medizin ist zwar auch knackig, aber es gibt ein paar Tipps, wie man trotzdem zum Studienplatz kommt: Hier. Außerdem ist die Facharztausbildung bereits sehr gut bezahlt, man verschuldet sich also nicht, sondern verdient im Gegenteil bereits gut. Dafür muss man vorher aber auch 5 Jahre Studium in Kauf nehmen, in denen man nur am Rande Psychologie behandelt.

3: Psychologie im Ausland zu studieren, ist mit Vorsicht zu genießen. Wenn du in die Wirtschaft gehen willst, kein Problem. Willst du aber Psychotherapeut*in werden, so kommst du nicht um die Therapie-Ausbildung in Deutschland herum. Ausländische Ausbildungen oder Studiengänge im Bereich Psychotherapie werden in Deutschland, so klingt es von den Behörden durch, eigentlich nie anerkannt, weil die deutsche Ausbildung einzigartig und speziell ist. Also musst du, wenn du ins Ausland willst, Studiengänge finden, die von den deutschen Psychotherapie-Ausbildungsinstituten akzeptiert werden, damit du dann hier die Ausbildung machen kannst. Informier dich vorher, ob dein Lieblingsstudienplatz in Italien wirklich die Voraussetzungen für die hiesige Therapeutenausbildung erfüllt. Faustregel: Er sollte in der Regel mind. 1,5 Jahre dauern und Klinische Psychologie als Fach enthalten.

4: Machbar ohne gutes Abi ist auch ein Fernstudium, z. B. an der Fernuni Hagen. Damit kannst du aber nicht Psychotherapeut*in werden.

5: Eine weitere Alternative ist die Wartezeit. Nach 5 Jahren sind die Chancen gut, entweder direkt oder durch Einklagen einen Studienplatz zu bekommen. Du kannst also abwarten. Nachteil: Es dauert noch länger, bis du deinen Abschluss hast. Machst du mit 18 Abi, bist du 23, wenn du mit dem Studium beginnst und mind. 31, bis du Psychotherapeut*in bist. Vorteil: Du kannst zwischen Abi und Studium eine Ausbildung machen und hast dann einen guten Job, mit dem du die teure Psychotherapie-Ausbildung bezahlen kannst. Wenn es schon in die Richtung gehen soll, passt vielleicht eine Ausbildung im Gesundheitsbereich oder als Erzieher*in zu dir. Achtung: Du kannst nicht studieren in der Zeit, denn Studiensemester werden nicht zur Wartezeit gezählt. Mehr Infos zur Wartezeit gibt es hier.

6: Du kannst auch Heilpraktiker*in für Psychotherapie werden. Die Ausbildung ist mit bis zu 7.500 Euro auch nicht ganz billig, geht aber insgesamt schneller. Allerdings kann man frühestens mit 25 die Prüfung ablegen, muss sich also überlegen, was man bis dahin macht. Eventuell eine passende Ausbildung. Diese Ausbildung als Heilpraktiker*in ist jedoch nur etwas für Menschen, die sich für Naturheilkunde interessieren und auch ganzheitliche Methoden abseits der faktenbasierten Wissenschaft anwenden möchten. Nachteil ist, dass die Therapie nur in Einzelfällen von bestimmten Krankenkassen übernommen wird, ansonsten braucht man Selbstzahler. Daher ist es schwieriger, damit Geld zu verdienen. Laut Internet liegt das Einstiegsgehalt im Schnitt nur knapp über 2.000 Euro brutto.

7: Abgesehen von der klassischen Psychotherapie gibt es noch viele weitere Therapieformen. Ich mach mal einige Beispiele: Lerntherapie, Kunsttherapie, Tanztherapie, Gestalttherapie, Hypnotherapie, Psychodrama, Logotherapie, Familienaufstellungen und viele mehr. Diese Berufe sind in Deutschland alle „nicht reglementiert“, das heißt man braucht kein bestimmtes Studium und keine erfolgreiche Abschlussprüfung in einem bestimmten Bereich. Theoretisch kann sich jeder direkt z. B. als Lerntherapeut selbstständig machen. Die Chancen auf Jobs steigen aber mit einem Studienabschluss im Bereich Pädagogik, Erziehungswissenschaft, Soziale Arbeit, Lehramt o. ä. Auch kann man ein Studium wie Kunstwissenschaft machen und eine Fortbildung als Kunsttherapeutin draufsetzen. Oder eine der vielen non-formalen Fortbildung als Coach, Berater*in oder Therapeut*in machen. Auch hier ist das Problem: Die Kasse zahlt in der Regel nix und so ist es schwierig, einen Job zu finden, der am Ende des Monats die Miete zahlt.

x.jpg

Alternative: Heilpraktiker*in

6. Wo kannst du ein Praktikum machen?

Es ist immer gut, einen Beruf erstmal kennenzulernen, bevor man ihn ergreift. Immerhin sind unsere Lieblingspsychologen aus Filmen wie Good Will Hunting, The Sixth Sense oder To the Bone halt doch Filmfiguren.Also raus ins echte Leben. Aber das ist gar nicht so einfach, denn welcher Therapiepatient möchte schon gerne junge Praktikant*innen mit in seiner Sitzung haben?

Es ist leichter, Praktika in Gruppentherapien zu finden, z. B. in Krankenhäusern, Rehakliniken oder über Selbsthilfegruppen. Und Kinder und Jugendliche sind oft eher aufgeschlossen gegenüber Praktikanten als Erwachsene. Außerdem gibt es auf Jugendstationen noch mehr zu tun, z. B. Freizeitgestaltung mit den Jugendlichen wie Basteln, Ausflüge und co. Und ein kleiner Bonus: Du kannst bei den Teamsitzungen von Ärzten, Therapeuten und Erziehern dabei sein und so einen spannenden Einblick in die Arbeit bekommen.

Deshalb empfehle ich Kinder- und Jugendstationen von psychotherapeutischen Stationen und Kliniken, die Gruppentherapieangebote haben für Praktika.

x.jpg

7. Welche Alternativen gibt es zu Psychologie?

Bist du jetzt doch unsicher, ob es wirklich Psychologie werden soll? Dann gibt es hier noch Vorschläge für alternative Berufe.

s. Punkt 4: Du kannst ein pädagogisches Fach oder Medizin studieren, um die Ausbildung zu machen. Du kannst Heilpraktiker*in werden. Und du kannst andere Therapiearten anbieten.

Wenn du Psychotherapeut*in werden willst, weil du eine sinnvolle Tätigkeit suchst, dann findest du in dieser Liste vielleicht einen passenden Beruf.

Wenn du eine intellektuell anspruchsvolle Tätigkeit suchst, mit der du die Welt ein bisschen besser machen kannst, dann gibt es hier einige Vorschläge.

Wenn du dich für den menschlichen Verstand, Emotionen und Psyche aus einer wissenschaftlichen Perspektive interessierst, kommt für dich auch in Betracht:

  • Facharzt*ärztin für Neurologie oder Neurochirurgie
  • Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in oder Wissenschaftsjournalist*in in den Fachbereichen Neurowissenschaften/Neurosciences, Psychologie mit passendem Schwerpunkt, Biopsychologie, Kognitionswissenschaften, Neurolinguistik
  • Projektmanager*in in einer Gesellschaft, Verein, Stiftung o.ä. zu einem Thema in diesem Bereich (Autismus, neurodegenerative Erkrankungen, Depressionen etc.)

Wenn du gerne mit Menschen arbeiten willst, kommen eigentlich alle Dienstleistungs- und Teamwork-Berufe für dich in Frage. Intensiveren menschlichen Kontakt hast du beispielsweise in Gesundheitsberufen, Erziehung und Bildung und in Beratungsberufen.

Wenn du es liebst der Kummerkasten deiner Freunde zu sein, dann passt zu dir vielleicht auch eine journalistische Tätigkeit mit Kolumnen und Büchern zu Selbsthilfethemen. Oder eine soziale Beratungsstelle bzw. eine Opferberatung.

x.png

Alternative: Neurowissenschaften

8. Ein Abschlusspunkt für diejenigen, die sich jetzt trotzdem noch ungerecht behandelt fühlen

Gehörst du, Suchender, zu den Leuten, die wütend auf den NC sind? Die denken, dass es ungerecht ist, weil ihre Schulnoten zwar nicht gut genug sind, die aber dafür die perfekten Psychotherapeuten wären, was man ja nun mal nicht am Zeugnis ablesen kann?

Da kann ich nur eins sagen: Willkommen in der Realität. Dort, wo die Welt dich nicht um dein Einverständnis fragt. Und wo niemand, wirklich niemand, auf dich gewartet hat. Ja, ich bin jetzt mal genauso hart wie die Welt dort draußen.
Du erfüllst die Anforderungen (den passenden Abischnitt) nicht und deswegen bist du nicht in der Position, Forderungen zu stellen. Ja, ich glaube dir, dass du ein guter Therapeut würdest. Das Ding ist nur: Da draußen gibt es sehr, sehr viele Menschen, die verdammt gute Therapeuten sein könnten. Denn es gibt viele kluge, empathiebegabte, aufgeschlossene junge Menschen, die nach einem Beruf mit Sinn suchen und das Verständnis, den Ehrgeiz und die Begeisterung dafür mitbringen.

Und einige dieser Leute haben sich in der Schule richtig reingehängt und bekommen jetzt als Preis für ihre Mühen den Platz im Psychologiestudium. So ungerecht ist das gar nicht.

Also wenn du diesen Traumberuf wirklich ergreifen willst, dann musst du jetzt eben hart arbeiten – ob du den Umweg über die Medizin wählst oder das teure Auslandsstudium machst oder 5 Jahre Wartezeit in Kauf nimmst, ist deine Entscheidung. Oder du überlegst es dir doch nochmal.

Du warst gut in der Schule, aber dir fehlt das Geld? Informier dich online über Stipendienprogramme.

Mein Tipp für ein glückliches Leben: Komm raus aus deiner Opferrolle. Nimm dein Schicksal aktiv in die Hand, übernimm die Verantwortung für dein Leben und kümmer dich drum, eine Zukunft zu gestalten, die dir selbst gefällt.

Übrigens: Ich selbst wollte auch Psychotherapeutin werden, bin aber vor den finanziellen Schwierigkeiten zurückgeschreckt und habe in Medizin keinen Platz bekommen. Ich habe dann Erziehungswissenschaft studiert und unterwegs festgestellt, dass andere Dinge doch besser zu mir passen. Jetzt bin ich in der sozialen Arbeit gelandet und bereite mich gerade darauf vor, Sozialmanagerin zu werden. So kanns auch kommen.

x.jpg

Jeder ist seines Glückes Schmied und so…

(Alle Bilder: http://www.pixabay.de)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

w

Verbinde mit %s