10 Berufe mit Action

Howdy Suchender,

auch keinen Bock auf Langeweile und spießige Bürojobs? Dann ab geht’s in diesen Blogpost mit Berufen voller Action, Spaß und Abenteuer.

1. Feuerwehr und Rettungswesen

Sobald die 112 angerufen wird, geht der Einsatz los. In Windeseile fertig machen und ab ins Auto, um auf Highspeed zum Einsatzort zu rasen. Du kannst in dem Beruf sogar Fahrer*in des Wagens oder Hubschrauberpilot*in werden, wenn du willst. Und vor Ort geht es dann erst richtig los.

Zu deinen Aufgaben gehören: Menschen aus Flammen oder zerquetschten Autos befreien, sie eventuell an Ort und Stelle wiederbeleben, ihre ersten Verletzungen heilen, sie ab ins Krankenhaus schaffen und/oder das lodernde Feuer löschen.

Das erfordert Nerven wie Drahtseile, schnelles und beherztes Handeln, körperliche Fitness, Mut und Frustrationstoleranz… denn es wird auch immer wieder vorkommen, dass du einem Menschen nicht mehr helfen kannst. Aufregende Berufe sind es allemal.

Mögliche Berufe: Rettungssanitäter*in, Notfallsanitäter*in (auch in der Bergwacht oder Wasserwacht), Notarzt*ärztin, Feuerwehrmann*frau, Ingenieur*in Rettungswesen etc.

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2. Intensivstation

Wenn verletzte Personen ins Krankenhaus gebracht wurden, geht es dort weiter mit der medizinischen Versorgung. Menschen, die in Lebensgefahr schweben, kommen direkt auf die Intensivstation. Außerdem werden Patienten dorthin gebracht, die gerade eine schwere OP hinter sich haben und deren Zustand noch kritisch ist.

Bei einer Not-OP muss es mit den Vorbereitungen ganz schnell gehen, dann ist ähnlicher Highspeed wie im Rettungsdienst gefragt. Abgesehen davon gibt es auch ganz „normale“ Krankenhausarbeit, die keine Höchstgeschwindigkeit verlangt, aber trotzdem körperlich gut anstrengend ist und psychisch viel abverlangt: Die Arbeit ist ein ständiger Kampf gegen den Tod, den man leider nicht immer gewinnen kann.

Auch hierfür sind körperliche und psychische Belastbarkeit wichtige Voraussetzungen.

Mögliche Berufe: Arzt*Ärztin (Facharztrichtungen z. B. Anästhesie, Internistik oder Chirurgie etc.), Gesundheits- und (Kinder-) Krankenpfleger*in (eventuell Weiterbildung Fach(kinder-)krankenpfleger*in Intensivpflege/Anästhesie), Operationschtechnische*r Assistent*in, Anästhesietechnische*r Assistent*in, Krankenpflegehelfer*in etc.

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3. Stuntman*woman

Tssss, du wolltest hier was über richtige Berufe lernen und nicht son Schwachsinn? Stuntman*woman ist vielleicht ein ungewöhnlicher Beruf, aber man kann seine Brötchen damit verdienen! Wenn man in die Branche reinkommt, versteht sich.

In diesem Beruf doubelt man Schauspieler und macht waghalsige Stunts – spielt zum Beispiel Stürze oder Unfälle mit Autos, Motorrädern etc. Es gibt sogar diverse Stuntschulen, in denen man eine entsprechende Ausbildung machen kann, zwingend notwendig ist die aber nicht. Wichtig sind vor allem Furchtlosigkeit, körperliche Fitness, Spaß an Action und idealerweise verschiedene Fähigkeiten, die für den Film nützlich sind – z. B. ein Auto- und Motorradführerschein oder Erfahrung im Fallschirmspringen. Auch eine handwerkliche oder elektronische Ausbildung kann ein Vorteil sein, weil man dann bei Aufbau- und Reparaturarbeiten helfen kann und somit für Filmcrews interessanter wird.

Mögliche Berufe: Stuntman*woman (eventuell mit handwerklicher Ausbildung)

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4. Fliegen und Schifffahren

Das Steuern von Flugzeugen und Schiffen ist nicht immer eine große Sache. Es gibt viele entspannte Flüge und Fahrten, wo man easy peasy mit Autopilot zum Ziel kommt. Aber es gibt eben auch Tage, an denen das Wetter turbulent ist und man sein Können unter Beweis stellen muss. Wer Action mag, aber nicht unbedingt jeden Tag braucht, ist bei diesen Berufen vielleicht genau richtig.

Als Pilot*in konzentrierst du dich voll auf das Steuern des Flugzeugs, denn auch mit Autopilot bist du für Start und Landung verantwortlich und musst in Kontakt mit den Fluglots*innen am Boden stehen. Als Nautiker*in und Kapitän*in übernimmst du zahlreiche weitere Aufgaben an Deck. Das kann von handwerklichen Arbeiten bis zu Überwachung und Teamleitung führen – auch abhängig von deinem Rang an Deck. Abwechslungsreich ist das auf jeden Fall, aber es gibt eben auch viele Aufgaben, die nicht ganz so abenteuerlich sind.

Mögliche Berufe: Pilot*in, Schiffsmechaniker*in mit Weiterbildung als Nautiker*in, Nautische*r Offizier*in (ja, heißt so auch außerhalb der Bundeswehr), Kapitän*in, Binnenschiffer*in etc.
Außerdem kannst du auch einfach einen Bootsführerschein machen und damit nach Arbeitsmöglichkeiten suchen.

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5. Tollkühne Handwerksberufe

Viele Handwerksberufe erfordern jede Menge Mut, jedenfalls wenn man nicht vollkommen schwindelfrei ist. Zimmerleute stehen auf Gerüsten und müssen einen Dachstuhl ins Nichts hineinbauen und Dachdecker*innen turnen dann auf diesem ersten Holzskelett herum. Auch im Gerüstbau und bei allen Fassaden- und Fensterarbeiten, die auch in den oberen Etagen von Hochhäusern stattfinden, kann man lernen, sich seinen Ängsten zu stellen.

Neben hohen Häusern gibt es weitere Arbeiten in luftiger Höhe, z. B. als Kranführer*in oder auf Windrädern und anderen Kraftwerken. Und wer eher Angst vor den Tiefen hat, kann seinen Wagemut als Industrietaucher*in bei unter-Wasser-Reparaturen erproben.

Die Arbeit ist außerdem körperlich anstrengend, man kann sich also tüchtig auspowern. Und am Ende ein plastisches Ergebnis seiner Mühen zu sehen – z. B. eben ein fertiges Haus – kann auch sehr befriedigend sein.

Mögliche Berufe: Zahlreiche Handwerksberufe, darunter Zimmerer*in, Dachdecker*in, Anlagenmechaniker*in, Gebäudereiniger*in, Klempner*in, Fassadenmonteur*in, Beton- und Stahlbetonbauer*in, Gerüstbauer*in, Hochbaufacharbeiter*in, Maurer*in, Baugeräteführer*in, Industriekletterer*in (Weiterbildung), Taucher*in (Weiterbildung)

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6. Action mit Menschen

Nicht nur Explosionen und rasante Fahrten bringen Action in dein Leben. Es können auch andere Menschen sein, die für jede Menge Trubel und Aufregung sorgen.

Ob nun eine ausgelassene Kinderrasselbande, Jugendliche mit Aggressionen und Gewaltpotenzial, psychisch kranke Menschen, Drogenabhängige oder ehemalige Straftäter, in Berufen mit Menschen kann der Puls auch ordentlich ins Rasen kommen.

Natürlich sollte man in diesen Bereichen nicht nur Abenteuerlust und Bewegungsdrang mitbringen, sondern auch Menschenliebe, Empathie und Interesse an den Ausbildungen und Studiengängen, denn in diesen Bereichen werden meist ganz bestimmte Vorbildungen erwartet.

Mögliche Berufe: Sozialarbeiter*in, (Sozial-/Heil-)Pädagoge*in, Psychotherapeut*in, Psycholog*in, Fachkrankenpfleger*in Psychiatrie, Ergotherapeut*in, Erzieher*in, Heilerziehungspfleger*in, Justizvollzugsbeamte*r

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7. Sprengungen und Bombenentschärfungen

Hui, nun aber zurück zu Berufen, die ordentlich Krach machen und brandgefährlich sind. Sprengmeister*innen sind für die kontrollierte Sprengung von Explosivem und für die Entschärfung von Bomben, vor allem aus dem zweiten Weltkrieg, zuständig. Sie können also sowohl in der Kampfmittelbeseitigung, als auch im Bergbau und in der Fortwirtschaft (manchmal müssen Wurzelreste weggesprengt werden) arbeiten.

Für diesen anspruchsvollen Beruf muss man einige Voraussetzungen mitbringen: Mindestalter 21, eine Unbedenklichkeitsbescheinigung, eine abgeschlossene Berufsausbildung, die Teilnahme an verschiedenen Lehrgängen und umfangreiche Praxiserfahrung z. B. mit Großfeuerwerk und in Steinbrüchen.

Mögliche Berufe: Sprengmeister*in und Sprengmeistergehilfe*in (Ausbildung als Tiefbauer*in oder Bergbautechnologe*in)

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8. Wissenschaftliche Arbeit in Extremregionen

Als Forscher*in/Wissenschaftliche*r Mitarbeiter*in kannst du sehr unwirtliche Orte erforschen: Die Arktis und die Antarktis, heiße Wüsten, leere Salzpfannen, die Tiefsee oder sogar den Weltraum. Abenteuerlich ist es natürlich nicht im Labor oder der heimischen Uni-Bibliothek, sondern wenn man auf Exkursionen herausfährt.

Zum Beispiel an einer Wetterstation im ewigen Eis arbeiten, mit einem Uboot in die Tiefen des Meeres vorstoßen oder gar als Astronaut*in zur ISS fliegen. Mal ein wenig Abenteuerluft schnuppern? In Svalbard über dem Nordpolarkreis gibt es Forschungstaucher*innen, die seltene Pflanzen und Tierarten erforschen in Hinblick auf ihre Anpassung an den unwirtlichen Lebensraum. Sie kommen mit Booten oder Hundeschlitten von der Forschungsstation zum Wasser, tauchen dort in eisiges Wasser und müssen nach dem Auftauchen den Wetterbedingungen trotzen. Bei plötzlich einsetzenden Stürmen kann es notwendig sein, einen Unterschlupf in der Wildnis zu gründen – in ständiger Angst vor den Polarbären, die dort auf die Jagd gehen.

Na, das ist doch mal ein spannender Beruf! Wehrmutstropfen: Es gibt nicht so viele Stellen bei Exkursionen. Du wirst nicht damit rechnen können, als Wissenschaftler*in regelmäßig in der Wildnis unterwegs zu sein. Also vorher überlegen, ob dieser Job auch dann noch attraktiv ist, wenn du den Großteil deines Arbeitslebens nur über die Ferne schreibst, aber sie nicht besuchst. … Alternativ vielleicht doch lieber die Nautikerin sein, die das Schiff dorthin lenkt?

Mögliche Studienfächer: Fast alle Naturwissenschaften, z. B. (Meeres-)Biologie, Geologie, Meteorologie, Physik, Luft- und Raumfahrttechnik, Glaziologie, Hydrologie, Umweltforschung, Ozeanografie etc.

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9. Ranger

Ich rufe nur: „Crocodile Hunter!“ Okay, in Deutschland wird es ein bisschen schwierig, mit der Jagd auf Krokodile Geld zu verdienen. Aber auch hier kannst du Chef eines Reservats werden und dich um den Tierbestand kümmern- als Revierjäger*in. Und ja, das geht nur, wenn du einem süßen kleinen Teddybären oder Rehkitz bei Bedarf eine Kugel in den Schädel pusten kannst. Denn das gehört auch zu deinem Job.

Daneben gibt es aber auch schöne Aufgaben wie das Errichten und Hegen von Futterstellen, die Pflege von Biotopen und die Verteidigung gegen Menschen. Nein, die darfst du leider nicht abknallen, aber du kannst mit Zäunen und anderen Mitteln dafür sorgen, dass sie den Tieren fern bleiben. Ein perfekter Job für Misantropen also.

Insgesamt ist der Job nicht sooo actionlastig. Aber du bist immerhin draußen in der Wildnis in Bewegung und die Jagd gehört zu deinen Aufgaben. Und mit dieser Ausbildung findest du eventuell irgendwann vielleicht auch mal einen Job in Australien oder Namibia oder was immer für dich nach Abenteuer klingt.

Möglicher Beruf: Revierjäger*in (ohne Tierjagd kannst du auch Forstwirt*in oder Förster*in werden, aber das ist dann echt nicht mehr actionlastig, außer du hast Angst vor umfallenden Bäumen)

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10. Spannende Freizeitangebote

Action und Abenteuer heißt für dich mehr so Surfen, Skaten, Snowboarden, Free Climbing, Fallschirmspringen, Bungee Jumping, Achterbahn fahren, Motorrad fahren und co.?

Dann mach doch genau das zu deinem Beruf. Zum Beispiel als Lehrer*in in diesen Bereichen: Zieh in ein Urlaubsparadies und bring Leuten spannende Sportarten bei. Werd Animateur*in in einem actiongeladenden Urlaubscamp oder Bootcamp. Oder biete Tandemsprünge an. Oder werde Reiseanbieter*in und fliege du das Flugzeug, aus dem sie springen oder biete du die Achterbahn oder die Bungeeseile oder die Surfbretter an… und nutze das dann nach Feierabend selbst.

Das ist schon ein Aussteigerding (außer du wohnst in den Alpen oder an der Atlantikküste). Es erfordert auch in der Planung viel Mut und einen Schwung naive Begeisterungsfähigkeit… und Frustrationstoleranz, um sich doch durch den ganzen Papierkram zu schlagen. Aber dann kann es eine tolle alternative Karriere sein. Es ist sicherlich nicht einfach, davon zu leben. Aber da gibt es Möglichkeiten, z. B. :

  • Morgens Surflehrer und abends Strandkellner
  • Am Wochenende Tandemfallschirmspringerin und unter der Woche Bankangestellte
  • Im Winter Snowboardlehrer und im Sommer Solaranlagenmonteur
  • Abenteuertouren anbieten und auf youtube und im eigenen Blog was zu diesen Themen machen – und so ein passives Einkommen generieren

Mögliche Berufe: Eventuell eine alternative Ausbildung, die dir viel Freizeit lässt (eine Bekannte von mir ist z. B. Bankkauffrau und nebenbei Snowboardlehrerin in Innsbruck).

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(Alle Bilder: http://www.pixabay.com)

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